Club Historie

Die Geschichte unseres Clubs

Gründung und Namensgebung

Dieser Club wurde als dritter Lions Club in Würzburg am 2. März 1989 gegründet. Paten waren die Lions Clubs Würzburg und Würzburg – West. Als Gründungspräsident fungierte Dr. Klaus-Udo Müller.

Bereits ein halbes Jahr zuvor haben die Gründungsmitglieder sich für den Zusatznamen „de Leone“ entschieden. Dieser repräsentiert zwei Würzburger Persönlichkeiten (Onkel und Neffe) des 14. Jahrhunderts, die beispielhaft für die Stadt Würzburg stehen, für Wissenschaft und Kultur, sowie für engagiertes Bürgertum. So spendet der Club seit seinen Gründungsjahren jährlich über 30 bedürftigen Bürgern und Jugendlichen eine Weihnachtsgabe. Selbstverständlich fühlt sich darüber hinaus der Lions Club Würzburg-de Leone auch den Zielen von Lions International, insbesondere zur Völkerverständigung, verpflichtet.

Michael de Leone, (um 1300-1355) Literat, Advokat, kaiserlicher und bischöflicher Notar, Scholaster des Stifts Neumünster, hinterließ neben zahlreichen Urkunden, Briefen und historischen Schriften insbesondere auch drei Sammelhandschriften, die von acht Schreibern zusammengetragen wurden. Für den Nachruhm des Polyhistors sorgen immer noch insbesondere das „Manuale“ und das „Hausbuch“, in dem er zeitgenössisch auch die Grabinschrift von Walther von der Vogelweide überliefert (Her Walther uon der Uogelweide, begraben ze Wirzeburg zv dem Nuwemunster in dem grasehoue). In der Neumünsterkirche am dritten südlichen Pfeiler befindet sich die Grab- und Stiftungsinschrift von Michael de Leone.

Jakob de Leone (vom Löwen), geb. 1336, † 1400), der Neffe von Michael,
∞ Anna vom Rebstock, war nach der Fries-Chronik 33 Jahre Mitglied des Rats. Es wird angenommen, dass er auch zeitweise Bürgermeister war. Als einer der Würzburger Anführer im Städtekrieg um die Privilegierung als Reichsstadt, büßte er wie auch Siegfried vom Rebstock als früher Demokrat sein Leben ein.
Der von Michael erworbene und von seinem Neffen Jakob de Leone bewohnte Hof zum Großen Löwen (Dominikanergasse 6) wurde hierauf zum Universitätsgebäude der ersten Würzburger Hochschule. Der von diesem Hof stammende gotische „Leonestein“ mit den Familienwappen steht seit 1994 in der Bürgerspitalkirche.

(Text von Gründungsmitglied Rüdiger Braun)